Fachwissen allein reicht heute nicht mehr aus, um als Führungskraft erfolgreich zu sein. Insbesondere (zukünftige) Führungspersönlichkeiten profitieren davon, persönliche Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und das eigene Handeln laufend zu hinterfragen und zu reflektieren. Die Coaching-Gespräche an unserer HFW bieten dafür den passenden Einstieg. Während des Studiums werden die Studierenden zu zwei individuellen Coachings von Daniël Van Vliet (www.daniel-der-coach.ch) eingeladen. Angetrieben von grossartigen Persönlichkeitsentwicklungen, (Selbst-)Erkenntnissen und zielführenden Gesprächen mit den Coachees schafft er in unserer Kaderschmiede einen grossen Mehrwert abseits von Lernzielen und Prüfungen.
Was ist das Ziel der Coaching-Gespräche an der HFW?
Wir möchten die Studierenden helfen, sich selber zu reflektieren. Das Coaching ist deswegen auch eine «geführte Selbstreflexion». Wir versprechen uns dadurch HFW-Absolvent:innen, die in der Lage sind zu erkennen, was sie brauchen, um in ihrem Job effektiv zu sein oder in ihrem Leben mehr sich selber zu werden. Dadurch wachsen Führungskräfte, die in der Lage sind, sich auch bezüglich Softskills, unter anderem in den Umgang mit Mitarbeitenden sich weiterzuentwickeln.
Im Rahmen von Coachings gibt es verschiedene Ansätze. Wie sieht dein persönlicher Ansatz aus?
Am Anfang des Coachings kommt immer die Frage: «Hast du ein Thema oder wollen wir das Standardprogramm durchführen?». Das Standardprogramm beinhaltet das Coachingtool «Lebensrad», mit dem sich die Studierenden reflektieren können. Der Kern von diesem Tool sind Fragen zur aktuellen und der erwünschten Zufriedenheit. Zentral ist dabei die Frage, was es noch braucht, um das gewünschte Mass an Zufriedenheit zu erreichen. Diese Methode könnte auch ohne Coach praktiziert werden, ein Coach fördert allerdings die Effektivität dieser Methode. Ebenso wichtig ist aber auch, dass die Studierenden ein Gespräch in einer wertschätzenden Umgebung führen können. Es ist vertraulich, die Studierenden entscheiden selbst, was sie sagen wollen und in welche Richtung sie das Gespräch lenken möchten. Mein persönliches Ziel in jedem Gespräch ist das Erreichen eines «Aha-Moments». Wenn der Coachee plötzlich etwas begriffen hat oder wenn ein (Aus-)Weg gefunden wurde, ist es das Beste, was mir in einem Coaching passieren kann. Erst recht, wenn die Studierenden merken, dass sie die Antworten selbst gefunden haben. Meine Aufgabe ist es, Fragen zu stellen und zu spiegeln, was ich in ihren Antworten wahrnehme.
Gibt es Rückmeldungen von Studierenden hinsichtlich des Coachings, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
Ein Student hatte Mühe mit seinen Hausaufgaben und hat das im Coaching angesprochen. Nach einer halben Stunde wollte er das Coaching fast abbrechen, um sofort mit dem Lernen anzufangen. Das ist ein Extrembeispiel, jedoch gehen die meisten Studierenden aufgestellter und gelöster nach Hause. Besonders freut mich, wenn Studierende nachher privat zu mir ins Coaching kommen. Nicht alle können gleich etwas anpacken, aber die meisten haben eine neue Sicht auf ihre persönlich positiven Seiten. Und so sagen die meiste Coachees am Schluss: «Das hat mir weitergeholfen, vielen Dank».